FAQ

Die GDS ist eine über Jahrzehnte gewachsene Gagenliste für Sprachleistungen in Deutschland. Schau Dir die Historie weiter unten an – dann verstehst Du besser, was die GDS ist – und was nicht…

Die GDS hieß früher “Hamburger Liste”. Sie wurde durch unterschiedliche Konstellationen von Sprechern/Sprecherinnen und Tonstudios in Hamburg ins Leben gerufen. Durch ihren demokratisch-repräsentativen Charakter wurden die in kleinen Runden erarbeiteten Berechnungs-Vorschläge von allen Marktteilnehmern schnell akzeptiert. Dieses Prinzip gilt bis heute.

Die GDS ist kein Verein oder Verband bei dem man Mitglied werden kann. Daher gibt es auch keine Mitgliedsbeiträge. Es geht um das solidarische Statement. Jeder, der sich in irgendeiner Fom einbringt, macht das ehrenamtlich.

Die GDS ist eine Empfehlung, die aus der Praxis heraus entstanden ist. Jeder ist selbstverständlich frei, davon abzuweichen und eigene Preise zu verhandeln.

Ja, natürlich. Du kannst Dich zur GDS bekennen und je nach Deinem Marktwert von ihr abweichen. Aber auch hier gibt Dir die GDS bei der Gewichtung der Nutzungen eine gute Vorlage. Aus der Industrie gibt es allerdings oft die Vorgabe, nach GDS zu kalkulieren. Sondergagen können sinnvoll sein, wenn die Nachfrage die Abnutzung der Stimme im Markt unverhältnismäßig stark vorantreibt.

Nein, Du unterstützt die GDS indem Du Dich zu ihr bekennst.

Jede Aktivität für die GDS geschieht ehrenamtlich.

Du bist nicht eingetreten, mußt also auch nicht austreten. Du entscheidest für Dich allein, ob Du nach der GDS abrechnest oder nicht…

Noch Fragen? Schick eine Mail…

Die Historie der GDS

80er / 90 er

Kann man sich heutzutage kaum mehr vorstellen: die Agenturen – vornehmlich aus Frankfurt und Düsseldorf – kamen nach Hamburg (natürlich per Flieger) und haben Funkspots produziert. Warum das? In Hamburg hatte sich durch die vielfältige Theaterlandschaft, diverse TV-Produktionen, die Top-Werbeagenturen und nicht zuletzt den NDR und das Studio Hamburg eine rege Szene an talentierten Sprechern/Sprecherinnen etabliert. Die Auswahl an guten Stimmen war groß – das kam einfach gut an. Die Tonstudios (ganz vorn natürlich Studio Funk) konnten sich mit diesem Angebot als Funkspotspezialisten profilieren.

Die Hamburger Liste

Um die Produktionen im Vorwege sicher kalkulieren zu können hat sich im Laufe der Jahre eine Art Preisliste für Sprecherleistungen gebildet. Einige Sprecher/Sprecherinnen haben damit angefangen, Tonstudios haben das dann konfektioniert, weitere Sprecher/Sprecherinnen haben sich dieser Preisliste angeschlossen.

Ganz wichtig dabei: die Preise sind aus der Praxis heraus entstanden. Sie wurden quasi durch den Nutzen der Kunden definiert. So hatten sie eine hohe Akzeptanz und konnten sich schnell auch in der Breite durchsetzen.

Die Bezeichnung “Hamburger Liste” wurde allerdings durch die Nicht-Hamburger geschaffen. Die Frankfurter und Düsseldorfer Producer haben immer von der “Hamburger Liste” gesprochen. Konnte man so die Spots nun perfekt im Vorwege kalkulieren. Für die Hamburger war das einfach nur die Sprecherpreisliste. Als sich dann aber im Laufe der Zeit dieser Begriff durchgesetzt hatte, haben auch die Hamburger die Preisliste “Hamburger Liste” genannt.

Das war eine klare Bezeichnung für eine ganz bestimmte Gagenliste.

Irgendwann in den 2000ern...

Die sich verändernden Nutzungsarten und Anforderungen der Kunden machte es notwendig, die Gagen und damit die “Hamburger Liste” regelmäßig an diese Veränderungen anzupassen. Dazu haben sich dann einige Hamburger Tonstudios und engagierte Sprecher/Sprecherinnen zusammengesetzt und die Anpassungen vorgenommen. In Hamburg pflegen die Tonstudios untereinander einen sehr kollegial/freundschaftlichen Kontakt. Dies hat die Entwicklung der “Hamburger Liste” deutlich vereinfacht bzw. erst möglich gemacht.

Durch den ausgewogenen Prozess behielt die “Hamburger Liste” ihren repräsentativen Charakter.

Ab ca. 2010

Außerhalb Hamburgs entstand jetzt der Eindruck, die Hamburger “da oben” klüngelten vor sich hin und übergingen den Rest der Nation mit “ihrer” Hamburger Liste. Das war nie beabsichtigt, es hat sich aus der Praxis heraus so ergeben. Die Hamburger Sprecher/innen waren bei der Findung einheitlicher Empfehlungen für Sprecher/innen-Gagen die Vorreiter. Durch die organisatorische Hilfe der Hamburger Tonstudios wurde dieser Eindruck noch verstärkt.

Die Kritiker hatten allerdings in einem Punkt Recht: die Bezeichnung “Hamburger Liste” war überholt und stand nicht für die Sprecher/Sprecherinnen in ganz Deutschland. Denn mittlerweile hatten auch die Sprecher/innen – aber auch die Produzenten – in weiteren Städten den Vorteil dieser Liste entdeckt. Besonders die Gewichtung der einzelnen Nutzungsarten ist sehr transparent und nachvollziehbar. Das war für die Produzenten wie auch die Sprecher/innen überzeugend.

Nachdem allen Beteiligten die Namensproblematik bewußt geworden war, wurde die “Hamburger Liste” in GDS – Gagenliste Deutscher Sprecher umgenannt.

GDS

Die GDS ist also eine über viele Jahrzehnte gewachsene Gagenliste. Sie wurde nicht in irgendwelchen Hinterzimmern konstruiert sondern hat sich zusammen mit den Nutzern am Markt entwickelt. Dadurch steht die GDS auch für die Branchenüblichkeit der Vergütung der Sprachleistung.

Ein Beispiel: der rechtzeitige Austausch der Beteiligten hat dazu beigetragen, die Gagen der Internetspots gleichwertig mit denen der TV-Spots zu bewerten. Gerade in der Übergangsphase, in der die Internetspots noch nicht die heutige Bedeutung hatten, war diese Weichenstellung wichtig.

Ein gutes Negativ-Beispiel sind die Sänger/Sängerinnen. Sie haben es in der Werbung versäumt, eine eigene Gagenliste zu entwickeln und haben dadurch – besonders bei der Berechnung von Schnittversionen und weiteren Nutzungsjahren – auf nicht unerhebliche Einnahmen verzichtet. Mit einer Preisliste, die die unterschiedlichen Nutzungsarten klar definiert, wäre das nicht passiert.

Auch für die Kunden, also die Produzenten und besonders die Werbetreibenden, ist eine branchenübliche Bezahlung von großem Interesse.

Die Produzenten

Um die Akzeptanz der GDS weiter zu erhöhen wurde nun auch die Produzentenallianz in die Preisfindung einbezogen. Die Session Fee und die Nutzungspakete sind daraus hervorgegangen.

Die Studios

In den Städten haben die Tonstudios die interessierten Sprecher/Sprecherinnen angesprochen und Treffen organisiert, um anstehende Veränderungen zu diskutieren. Das Ergebnis wurde dann in die größere Runde der Studios getragen und dort miteinander abgestimmt.

Daher bitte im Verteiler stets die Stadt angeben.

Der VDS

In den letzten Jahren hat sich der Austausch mit dem VDS (Verband Deutscher Sprecher) sehr konstruktiv entwickelt. Der VDS hat durch seine Verbandsstruktur bereits einen demokratischen Prozess durchlebt, wenn er bei Veränderungen der Produktionswelt Gagenänderungen vorschlägt.

Also:

Um die GDS noch breiter aufzustellen braucht sie einen guten Verteiler. Kommunikation ist der erste Schritt.

Bist Du schon dabei?

Eine(r) für Alle!

Danke für die Fotos! Sie stehen stellvertretend für alle Sprecher/Sprecherinnen. Je mehr Gesicht die GDS bekommt, desto besser ist es für alle. Schick Dein Foto (mit Nennung des Fotografen/der Fotografin) an info@gds-liste.de und unterstütze den gemeinsamen Auftritt.

Unsere Supporter

3 Klang
Adersstraße 72
40215 Düsseldorf
T 0211 300860

3klang.com

 

A.R.T. Studios
Hanauer Landstrasse 136
60314 Frankfurt
T +49 69 8700 422 00

art-studios.de

 

Audioversum
Birkenstraße 84
40233 Düsseldorf
T 0211 3399600

audioversum.de

 

Brilliant Voices
Großbeerenstraße 83, 10963 Berlin
T 030 21005780

brilliantvoice.com

 

Exit Studios
Poccistraße 3
80336 München
T 089 8905150

exitstudios.de

 

German Wahnsinn
Kastanienallee 9
20359 Hamburg
T 494032536244

germanwahnsinn.de

 

Hastings Audio Network
Ruhrstraße 13
22761 Hamburg
T 040 8532890

hastings.de

Kraatz Studio
Anklamer Str. 33
10115 Berlin
T 030 33956216

kraatzstudios.com

Loft Studios
Stresemannstrasse 375
22761 Hamburg
T 040 899 655 0

loftstudios.de

M Sound
Herzog-Heinrich-Str. 11-13
80336 München
T +49 89 66 66 33-0

m-sound.de

Mixwerk Media Solutions
Winsstr. 6
10405 Berlin
T +49 30 29007959

mixwerk.com

Orange Sound
Lindwurmstr.71
D-80337 Munich
T +49 (89) 357 329 63

orange-sound.de

Playroom
Hanauer Landstraße 287
60314 Frankfurt am Main
T +49 69 4080 6100

playroom-studios.com

Produzenten Allianz
Kronenstraße 3
10117 Berlin
T 030 20670880

produzentenallianz.de

Pearls
Hanauer Landstr. 11-13
60314 Frankfurt am Main
T +49 (0)69 430 5 180

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Selling Spot Studios
Alte Schnapsfabrik
Güntherstr. 13-15
28199 Bremen
T 0421-3476291

selling-spot.de

Studio Funk
Eimsbütteler Chaussee 69
20259 Hamburg
T 040 432043

studiofunk.de

Superhearo
Behringstraße 28a/Haus I
22765 Hamburg
T 040 53544383

superhearo-audio.de

The Soundshack
Hopfensack 20
20457 Hamburg
T 040 3038770

shack.de

Tonik
Daimlerstraße 71B
22761 Hamburg
T 040 28475431

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Tonhaus
Lippmannstraße 79
22769 Hamburg
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